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Literature:
 
Page number:286 
Description type:Original description 
Description:Rhizoctonia versicolor E. Müller et J. Nüesch nov. spec.
Mycelium lanatum, primo pallide cinereum, demum flavum, brunneum, gilvo-viride vel rubrum; substrato pigmentuni flavum diffusum. Hyphae primariae 7-9 µm crassae, primo hyalinae, demum fuscae et verrucosae. Hyphae secundariae 2-3 µm crassae, hyalinae vel pallide flavae aut brunneae aut virides, glabrae vel verrucosae. ScIerotia rubra, tuberosa vel crustacea, dense hyphis composita. Pseudosporae ellipsoideae vel glubosae, 8-14 µm diam., in catenis, hyalinae vel subfuscae.
Hab. in radicis Lorroglossi hircini (L.) Rich. in Gallia meridionali.
Das sich auf allen verwendeten Nährmedien rasch ausbreitende, dicht wollige Myzel ist anfangs hellgrau, später gelb, braun, stellenweise auch gelbgrün oder rot gefärbt und scheidet ein gelbes, sich unter Einwirkung starker Säuren rot verfärbendes Pigment aus, das oft weit in das Substrat diffundiert. In jungen Kulturen lassen sich leicht Primär- und Sekundär-hyphen (bei Burgeff 1936 Lang- und Kurzhyphen genannt) unterscheiden, während in älteren Kulturen die Unterschiede sich verwischen. Die Primärhyphen sind 7 bis 9 µm dick und in 10 bis 30 µm lange Zellen gegliedert; sie treten einzeln oder zu mehreren in Strängen gebündelt auf. Anfangs sind sie hyalin, färben sich aber bald braun und erhalten eine warzig skulptierte Oberfläche. Die als Seitenzweige entstehenden Sekundärhyphen sind 2 bis 3 µm dick, bleibend hyalin oder gelblich, grünlich oder bräunlich gefärbt, glatt oder fein warzig skulptiert. Stellenweise bilden sich oberflächlich krustige oder knollige, rot gefärbte, aus ineinander geflochtenen, vielfach gekrümmten Hyphen bestehende Sklerotien von variabler Grösse. In bestimmten Myzelpartien gehäuft, besonders auch in der Nähe der Sklerotien, werden Pseudokonidien gebildet. Sie sind kugelig oder ellipsoidisch, hyalin oder schwach graubraun, 8 bis 14 µm gross und entstehen oft in kurzen, ab und zu auch verzweigten Ketten.
Der ebenfalls aus Wurzelspitzen von Loroglossum hircinum (L.) Rich. isolierte Pilz wird als E. T. H. Stamm M 2982 in unserer Mykothek aufbewahrt. Rhizoctonia versicolor ist von Orcheomyces hircini Nobécourt verschieden. Wir konnten einen uns vom Autor zur Verfügung gestellten Stamm dieser von Nobécourt (1928) beschriebenen Art untersuchen. Orcheomyces hircini bildet weder Sklerotien, noch sind die Hyphen warzig skulptiert, und es fehlt auch die auffallende Färbung des Myzels.
Rhizoctonia versicolor wächst am besten bei 21 °C; bei 30°C hört das Wachstuns auf, während er bei Temperaturen von unter - 6 °C noch ein schwaches Wachstum zeigt.
 
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